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Selbstdenken!: 20 Praktiken der Philosophie

Selbstdenken!: 20 Praktiken der PhilosophieAutor: Jens Soentgen
Urheber: Jens Soentgen, Nadia Budde
Verleger: Beltz

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Stand 6.9.2010 00:45 CEST Einzelheiten

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Bewertung: 5.0 von 5 Sternen 9 Rezensionen
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Medium: Broschiert
Ausgabe: Neuauflage.
Seiten: 240
Alter: 14 - 15 years
Versandgewicht: 0.5
Maße (innen): 7.3 x 4.9 x 0.7

ISBN: 3407755260
EAN: 9783407755261
ASIN: 3407755260

Publikation: Juni 28, 2010
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Kundenrezensionen:
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5 von 5 Sternen Philosophie (wörtlich "Liebe zur Weisheit")   Mai 27, 2010
Bayazzo (Schönberg)
Der Biologe Jean Rostand erklärte seinem Verleger Fasquelle, das größte Wunder der Welt sei das menschliche Gehirn. "Bedenken Sie doch", betonte er, "daß es aus ungefähr 12 Billionen Zellen besteht!" "Ja, ja", meinte Fasquelle, "aber wie viele davon sind arbeitslos!"
Eine pointierte Antwort! Und eine Aufforderung an uns, für die vielen Arbeitslosen eine angemessene Beschäftigung zu finden. Was halten Sie davon, wenn wir heute unsere 12 Billionen Zellen an die Arbeit schicken, um über das Thema ... nachzudenken?

Selbstdenken" von Jens Soentgen zeigt 20 Methoden für eigenständiges, kreatives Denken auf:
Provozieren, Fakten, Indizien, Autoritäten, Hinsehen, Beispiele, Präzisieren/Definieren, Bilder, Sammeln, Logik, Demontage, Gedankenexperimente, Warten, Umkehren, Parodieren, Serienschaltung, Orakel, Kombinieren, Ursachen und Große Gesten.
Hinter jeder Praktik steht ein großer Philosoph mit seiner Ideologie. Von Aristoteles über Martin Heidegger und Blaise Pascal zu Frank Zappa reicht das breite Spektrum. Die Texte und Erklärungen sind auch für Otto Normalverbraucher verständlich und somit bequem nachvollziehbar. Die heitere Grundstimmung und der leise Humor des Autors, machen diese Lektüre zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen der Extraklasse.

Fazit:
Ein Philosoph sagte einmal zu einem Fisch: "Der Sinn des Lebens ist zu denken und weise zu werden." Der Fisch antwortete: "Der Sinn des Lebens ist zu schwimmen und Mücken zu fangen." Der Philosoph murmelte: "Armer Fisch!" Der Fisch wisperte: "Armer Philosoph!""



5 von 5 Sternen Philosophie, Sprache und Bildung für Realschüler, Gymnasiasten und Studenten   November 7, 2009
Nickname
9 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich

Der Autor Jens Soentgen (Naturwissenschaftler und promovierter Philosoph) erklärt in klarer Sprache und knappen sowie genauen Sätzen, was nicht nur Philosophen tun, sondern jeder, der wissenschaftlich arbeitet. Somit ist seine Einführung in das klare Denken eine Schrift, die in der besten Tradition der Aufklärung des 18. Jahrhunderts steht. Ein gutes Geschenk zum Realschulabschluss, als Brevier fürs Leben. Ein gutes Geschenk vor dem Übergang in die gymnasiale Oberstufe, als Leitfaden durch den kommenden Stoff. Ein gutes Geschenk vor dem Studienbeginn, um alles aufzuholen, was einem auf dem Gymnasium vorenthalten wurde. Zum sich selbst Beschenken, um unsere unübersichtliche Welt ein wenig zu ordnen und sich gegen Vorurteile, religiöse und politische Eiferer sowie Manipulateure zu wappnen. Als Leitfaden geeignet, um sich durch den Wust an scheinbaren Bildungsbüchern hindurchzufinden und sie als das zu sehen, was sie sind, leere Hüllen, die mehr versprechen als sie je halten können.


5 von 5 Sternen Diese Büchlein macht Spaß   August 9, 2009
Eva Philos (Mülheim an der Ruhr)
5 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich

Diese Büchlein ist ein Muss. Für jeden, der geistige Freiheit liebt. Da bringt der Autor die kompliziertesten Denkprozesse mit klarer und unarroganter Sprache auf den Punkt. Kein Geschwafel, keine lästigen Auswüchse behindern beim Lesen. Philosophie einmal anders. Klasse. Das macht Spaß. Auch der Preis ist angemessen. Mein Tipp: Kaufen!
Selbstdenken!: 20 Praktiken der Philosophie



5 von 5 Sternen Als gebildet gilt, wer im Kopf beweglich ist   Juni 21, 2009
Ursula Schwarzer (Berlin)
12 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich

Bei den Athenern gilt nicht etwa der als gebildet, der vieles weiß: "Gebildet nennt man vielmehr denjenigen, der im Kopf beweglich ist, der sich zu jedem Thema eine Meinung bilden kann, neue Ideen und Argumente entwickelt und mit Ideen spielerisch umgehen kann, statt sie stumpf zu wiederholen", darauf macht Jens Soentgen gleich in der Einleitung zu seinem Buch "Selbstdenken!" aufmerksam. Und um diese Beweglichkeit zu trainieren, stellt der Autor 20 Praktiken der Philosophie vor. Das Schöne dabei ist, dass sie nicht verquast wissenschaftlich daherkommen, sondern leicht verständlich sind.

Mir hat es sehr gefallen, dass der Autor Praktiken vorstellt, die die meisten vermutlich selbst schon einmal ausprobiert haben. Ganz spontan, ohne sich deswegen als Philosoph zu fühlen. Für Kinder, aber auch für Erwachsene, lohnt es sich, diese 20 Kapitel zu lesen, zumal das Spaß macht. Dazu ein Beispiel: Im Kapitel "Präzisieren und Definieren" geht es unter anderem um die Verleihung von Orden für Tapferkeit. Zunächst bezieht sich der Autor auf Sokrates, der sich darüber mit zwei Generälen unterhält, und zwar so lange, bis nichts mehr dabei herauskommt. Aber für die Verleihung von Kriegsorden reichen oft Vorschriften aus, eine umfassende Definition benötigt man dafür nicht. Denn es sei von vornherein klar, dass es bei Soldaten nicht um Tapferkeit in "allen" Fällen gehen kann. Schließlich spürt man förmlich Jens Soentgens Augenzwinkern, wenn er danach einen österreichischen Damenorden anführt, den Eleonora (1630-1686), die Gemahlin von Kaiser Ferdinand III im Jahr 1662 gestiftet hat, der den Titel "Sklavinnen der Tugend" trug. Er zeichnete Damen für Tapferkeit "unter besonders schwierigen Bedingungen aus - auf dem Gebiet der erotischen Anfechtungen nämlich". Nun, wem sollte und durfte dieser Orden einst verliehen werden? Natürlich: Damen, die "von hoher Geburt und aus vornehmem Hause" waren, deren ehrbarer Lebenswandel "mindestens durch Gerücht" bekannt war. Sokrates hätte dem kaum zustimmen können.

Auch die Erfindung des Zettelkastens durch den Zürchner Universalgelehrten Conrad Gesner (1516-1565) kommt im Buch zu Ehren. Gesner empfahl, "alles von Wichtigkeit und was Verwendung verheißt, auf ein einseitig zu beschreibendes Blatt von guter Qualität" zu übertragen. Nun, darauf, dass das Philosophie sein könnte, darauf käme sicher nicht jedes Kind so ohne weiteres! Da fielen einem schon eher Gedankenexperimente, Logik oder Demontage ein.

Aber das ist es ja gerade, was dieses Buch lesenswert macht; und die letzten Sätze auf S. 239 würde vermutlich jeder unterschreiben. Da liest man: "Nichts ist so unphilosophisch, wie die Meinung, die eigene Philosophie sei der Weisheit letzter Schluss. Denn bei der Untersuchung der Wahrheit gilt, wie Aristoteles an einer berühmten Stelle seiner 'Metaphysik' sagt, 'dass sie einerseits von niemanden vollständig erreicht werden kann, andererseits aber auch keiner sie ganz verfehlt'. Man muss bereit sein, von anderen zu lernen - und zugleich den Mut haben, selbst zu denken."

In diesem Sinne sei das Buch kleineren ebenso wie größeren Lesern empfohlen. Der Text von Jens Soentgen ist amüsant zu lesen, und die Illustrationen von Nadia Budde haben mir auch gut gefallen.



5 von 5 Sternen Philosophie mal anders   Juni 9, 2009
Dexter
3 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich

Ein bisschen eigenständig Denken sollte man defintiv doch noch, dieses Buch verhilft aber auch dazu, die Dinge einmal aus einer anderen Sicht zu sehen und über den Tellerrand hinaus zu blicken.
Man lernt auf angenehme Art und Weise große Philosophen und ihre Sichtweise kennen ohne das man selbst zu kurz kommt. Für Leute die mit der Materie noch nie was zutun hatten, aber sich dafür interessieren (genauso wie ich), kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Der Aha-Effekt kommt auf jeden Fall! Versprochen!


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